Startseite

Ersthelferausbildung an der Schule

Ersthelferausbildung an der Schule

Alle Lehrer und in der Schule Beschäftigte wurden zum Ersthelfer ausgebildet

Erst-Helfer-Maßnahmen sind beim Leben retten, wenn Unfälle auftreten, unerlässlich. Gerade an Orten, wo viele Personen aufeinandertreffen, Spiel und Spaß erlebt wird oder Sport im Vordergrund stehen, kommt es leider immer wieder zu Gefahrensituationen, die Erste-Hilfe-Leistungen, souveränes überlegtes Handeln erforderlich machen. Beim Umgang mit Kindern und Jugendlichen kommt diesem daher verstärkt Bedeutung zu. Speziell für Lehrkräfte wurde aus diesem Grund neben den bisher üblichen Erste-Hilfe-Ausbildungsprogrammen ein „Spezialtraining“ entwickelt.

So fand im Rahmen eines Erste-Hilfe-Kurses an der Martini-Schule Freystadt an zwei Nachmittagen eine Ausbildung zum Ersthelfer statt, wobei allen Lehrkräften und Beschäftigten der Schule die Möglichkeit geboten wurde, daran teilzunehmen. Die Ausbilderinnen, Frau Eva Witt und Frau Zeller machten die Kurssteilnehmer anfangs mit den rechtlichen Rahmenbedingen vertraut und wiesen sie besonders darauf hin, dass unterlassene Hilfestellung strafbar sei.

Nach verschiedenen theoretischen Hinweisen mit ersten Schritten bei einer Erste-Hilfe-Situation appellierten sie an die Kursteilnehmer, in erster Linie ruhig zu bleiben und situationsgerecht zu handeln. Nach den Grundsätzen „Erkennen“, „Handeln“ und „Überlegen“ können gezielt Rettungsmaßnahmen ergriffen werden, wie z. B. das Retten aus dem Gefahrenbereich mit dem „Rautek-Griff“, das auch praktisch geübt wurde. Auch über den Notfallcheck wurde die Dringlichkeit einer medizinischen Hilfe abgeklärt. So kann mit dem Anschauen-Ansprechen-Anfassen-Schema (AAA) kann jeder Ersthelfer testen, ob eine Person noch reagiert, das heißt bei Bewusstsein ist.

Auch die kostenlosen Notrufnummern mit ihren Besonderheiten wurden von Frau Witt sehr ausführlich erläutert. Insbesondere in Situationen, die nicht einzuschätzen sind oder in denen Zweifel am Gesundheitszustand der betroffenen Personen bestehen, sollte in jedem Fall der Notruf 112, der europaweit einheitlich ist, abgesetzt werden. Wichtig sei es ihrer Aussage nach, den Notfallort mit Ort, Straße, Hausnummer, Fabrikgebäude, Zufahrtswege, Stockwerk, Fahrtrichtung der Autobahn usw. genau zu beschreiben und nicht aufzulegen, sondern auf Rückfragen der Rettungsleitstelle zu warten.

Die Ausbilderinnen legten großen Wert auf das praktische Üben wie Verbände anlegen und motivierten die Teilnehmer insbesondere dadurch, dass sie einmal in der Opfer- und dann wieder in die Retterrolle schlüpfen durften. Die Anwendung der stabilen Seitenlage und Schocklage waren für die „frisch gebackenen“ Ersthelfer ein absolutes Muss. Allergieschocks, wie sie sich täglich auf dem Pausenhof ereignen können, wurden ebenfalls ausführlich angesprochen. Ein wesentlicher Teil des Lehrgangs war auch das Thema des Kreislaufstillstandes, der eine Reanimation zur Folge haben muss. Diese Reanimierung trainierten die Teilnehmer an einer Baby-, einer Junior- und einer Erwachsenenpuppe.

Schulleiterin Christine Gottschalk bedankte sich bei Frau Witt und Frau Zeller für den informativen, anschaulichen und sehr kurzweiligen Lehrgang sowie dessen Organisation und Durchführung ganz herzlich. Alle Teilnehmer gehen nach dieser Auffrischung sicherlich sehr viel couragierter an Verletzungen und Unfälle heran, die hoffentlich in Zukunft nicht eintreten oder vermieden werden können.

von Martini-Schule, Freystadt
  • Ersthelferausbildung an der Schule

  • Ersthelferausbildung an der Schule

  • Ersthelferausbildung an der Schule